Disruptive Technologieinnovationen [Buchtip]

Ein Begriff der die moderne Marketinglandschaft eine gewisse Zeit wie ein Schreckgespenst geprägt hat ist die disruptive Innovation. Der Begriff prägt wie kein zweiter die Schattenseite einer Innovation. Wenn etwas Neues entsteht, dann kann mitunter das herkömmliche auch mal zurück bleiben. Nicht selten gab es im Rückblick innovative Technologien die Vorgänger Varianten haben verschwinden lassen. Selten haben diese allerdings so einschneidende Effekte, dass ganze Infrastrukturen umgebaut und verändert werden müssen. Genau an diesem Punkt setzt die disruptive Innovation an. Sie reißt die Produktion aus Ihren Normabläufen und entwickelt eine vollkommen neue Umgebung. Neue Arbeitsplätze entstehen, alte Industrielanschaften werden unbedeutend. Der Begriff versteht sich wie von selbst. Denn: Ganze Branchen können mit Ihrer ganzen Wertschöpfungskette herausgerissen bzw. unterbrochen werden und dann im ungünstigen Fall in der Versenkung verschwinden.






Beipiele sind gerade in modernen Gesellschaft schnell aufgezählt.Flachbildschirme, DVDs und VOIP sind nur einige Beispiele des alltäglichen Lebens, die deutlich machen, wie schnell herkömmliche Technologien aus dem Alltag verschwinden, wenn Neuentwicklungen Ihre Volltauglichkeit erwiesen haben. Meist kommen die Neuentwicklungen zu Unpreisen auf dem Markt. Erweist sich die Neuentwicklung allerdings als wertvoll, wird die Umstellung meist in kurzer Zeit umgesetzt. Disruptive Phänomene lassen sich allerdings nicht nur auf die Wirtschaft begrenzen. Auch in der Politik gibt bzw. gab es disuptive Änderungen. Mit der Einschränkung, dass die kuturellen Kosten für diese Änderungen weit aus höher sind und Umstellungen viel seltener passieren, als das in der Wirtschaft der Fall wäre. Der Zukunftforscher M.Horx warnt allerdings in einer diametralen Argumentation davor, dass Neuentwicklungen generell einen disruptiven Charakter haben und in jedem Fall zu einer Marginalisierung der bestehenden Produkte führen. Anderseits sieht er bei vielen das Ausmaß der Sprengkraft dieses Phänomens noch nicht richtig und allumfassend erklärt. Er sagt zu diesem Thema  „Natürlich geht es nicht nur um Technologie. Sondern auch um Verfahren, Denkweisen, Prozesse, Systeme und ganze Kulturen.“¹ Er sieht hier vor allen Dingen die einschneidenden und weitgreifenden Veränderungen, die ausgelöst werden, sieht aber ebenfalls Entwicklungen, die andeuten lassen, dass immer auch alternative Produkte bestehen bleiben können. So sieht er neben E-Books nachwievor die herkömlichen Bücher und zweifelt ebenfalls an, dass E-Learning das normale Präsenzstudium auflöst.

Um dem Reizwort, das übrigens Wirtschaftswort des Jahres 2015 geworden ist, die Spannung zu nehmen, sprach er auch von einer konstruktiven Störung und verglich diesen Prozess als Krise, die dazu gehört damit Wirtschaftssysteme sich evolutionär erneuern können. Vielmehr als eine Unterbrechung sieht er in der Disruption einen Veränderungsprozess, der dazu beiträgt, dass wie das Immunsystem duch Krankheiten gestärkt wird, um überleben zu können. Ganze Branchen haben die Möglichkeit durch diese Entwicklungen sich zu verändern anstatt nicht mehr zu exitieren. Die positive Entwicklung scheint daher in seiner Perspektive bestehen zu bleiben. Auch der Personendienstbeförderer Uber zählt zu dieser Kategorie, die dafür gesorgt hat, dass sich Branchen teilweise neu entwickeln ohne zwangläufig ganz verschwinden zu müssen.

Wie verstärkt tatsächlich dieser Begriff die Wirtschaftswelt geprägt hat, wird anhand einer Printmedien Analyse deutlich. Die Wortverwendungshäufigkeit gibt fantastischen Aufschluss wie sehr neue Technologien, diese Eigenschaften mitbringen. Die folgende Infografik macht dies nochmal deutlich. Die Wortverendung  hat dabei gerade in den letzen Jahren deutlich zugenommen. Ob und inwiefern neue Entwicklungen diesen Trend verändern, welche Trends zudem gerade interessant sind finden Sie auf der Seite des Zukunftsforschers –> https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/zukunftsforschung/

http://www.netzphaenomen.de/Blog/disruptive-innovation/

 

Litaratur:

¹ vgl. Matthias Horx: Der Mythos Disruption. zukunftsInstitut. 2016

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