Die reine Elektromobilität kommt morgen – Es lebe der Hybridantrieb

TRy a Hybrid

Sie kommt nicht so richtig an bei den Deutschen und in Deutschland eben auch nicht. Die Elektromobilität. Als große Problemlösung der Co2-Emission abgefeiert und auf den Automobilmessen unter anderem der IAA vorgestellt, kommt sie heute im Jahr 2016 nicht so recht an. Die Hindernisse und die kleinen Bedenkenträger jagen selbst dem noch so zukunftsorientierten Innovatoren Sorgenfalten auf die Stirn. Der große Wille ein Auto zu fahren, das tatsächlich die Umwelt ein klein bisschen besser da stehen lässt und somit auch das schlechte und lauter werdende Gewissen, des lauter und lauter klagenden immer grauer werdenden grünen Planeten zu besänftigen, scheint noch nicht laut genug zu sein. Zumindestens in Deutschland nicht.

 

In Asien werden die Notbremsen langsam angezogen. Dort sind die Smog-Alarm-Phasen, die in deutschen Großstädten vielleicht mal zu einem autofreien Tag geleitet haben, so markant geworden, das die für hohe Feinstaubartikel verantwortlichen Atemwegserkrankungen selbst von betriebsblinden „Wald-und-Wiesen-Ärzten“ nicht mehr wegzudiskutieren sind. Die Auswirkungen sind einfach zu drastisch. Wenn sich wochenlang graue Aschewolken über eine Metropole legen und der Stadtverkehr ohne Regulation einfach weiter rollt, sind die Folgen vorprogrammiert. Ein klassisches Ergebnis nicht primär von Regierungen, sondern vor allen Dingen von Konsumenten und Kaufentscheidungen, die letzlich in erster Linie Produzenten beeinflussen.  Die Anstrengungen die Kaufentscheidungen nachhaltig in Richtung einer ökologischen Elektromobilität zu beeinflussen haben vor allen Dingen diese schlicht weg verfehlt. Die Anzahl entsprechender Fortbewegungsmittel in Deutschland sind erschreckend. Der Kunden, der mit einem Auto gleichzeitig in erster Linie Unabhängigkeit verbindet wird bei Elektroauto häufig bei einer bescheidenen Reichweite von 300 km nicht in eine „Glanz-und Gloria-Hymne“ einstimmen. Ende vom Lied: Marketing Kampagnen für ein Elektroauto schlagen fehl, weil die Kundenbedürfnisse einfach nicht den Mindestanforderungen eines in Worten „Auto-mobils“, sprichwörtlich auch eigenständige oder freie Beweglichkeit übersetzt gerecht werden.

Jedenfalls gibt es noch nicht allzuviele Elektroautos am deutschen Markt und weltweit. In Deutschland waren es im Jahr 2014 gerade mal 12.000 und weltweit kam eine Automobilerhebung im Jahr 2015 gerade mal auf eine Zahl von 700.000 Modellen.  Diese Zahlen sind schon alarmierend wenn die Zahl der PKW allein in Deutschland auf einem Level von 44.000.000 Autos weiter leicht steigend zu Buche schlagen. Und dies wird auch so bleiben und zwar so lange die Hersteller für Akkumulatoren einen nächsten deutlichen Sprung nach vorn gemacht haben.

Wer blockiert also die Entwicklung? Wieso kommen nicht mehr Kunden auf die Idee ein wirklich ökologisch-nachhaltiges Auto zu fahren? Eine klare Antwort darauf ist schwer zu geben. Die technische Entwicklung scheint doch noch zu stark ausgebremst zu sein. Die fehlende und gradlinige Strategie der Produzenten und das Konsumverhalten haben noch nicht eine entsprechend große Schnittmenge erzeugt. Das Manko der Reichweite ist zu einschneidend. Selbst moderne E-Mobile schaffen gerade mal eine max-Reichweite von 300km. Und dann heißt es nicht tanken und nach einer 1/4 Stunde weiterfahren. Nein, ein Aufladeprozess dauert im Normalfall doch einige Stunden. Zudem sind die Kosten mit ca. 35000 Euro doch relativ hoch, um einfach ein bisschen auf die Umwelt zu achten.

Das Versäumnis liegt auf der Hand. Das Elektroauto was momentan angeboten wird und dem Kunden als vollwertiges Auto angeboten wird, kann eben doch nur ein halbes Elektroauto sein. Ergänzt man dieses Auto um eine zusätzliche Ausweichsantriebskraft, wird ökologisches Autofahren attraktiv und vor allen Dingen auch als vollwertige und umweltschonende Variante wahrgenommen. Weshalb die heute machbaren Hybridtechnologien nicht viel stärker in den Fokus der Autohersteller und auch Autoabsatzmärkte gelangt ist, kann heute nicht klar nachvollzogen werden. Wieso hört man nicht viel mehr von den Antrieben, die eine Limousine mit einem Benzinverbrauch von 3 Litern/100km voranbringen. Die Suche nach den Technolgie-Wundern ist doch einfach zu groß, als dass die realistisch ökologisch-nachhaltigen Alternativen mehr in den Fokus gestellt werden.

Aber und dies ist die positive Nachricht. Die kleine Hoffnungswelle rollt. Immerhin 100.000 Hybridautos sind in Deutschland im Umlauf und die Zahl der Neuzulassungen – wen wundert es -Sie steigt mit jährlichen Steigerungsraten von teilweise +20%-+30%. Ca.  30.000 Hybrid Neuzulassungen (2015) werden momentan pro Jahr verkauft. Und die Reichweitenprobleme sind natürlich damit auch gelöst.

Willkommen zurück in der Realität.

http://www.netzphaenomen.de/Blog/2016/02/09/elektromobilitaet-in-deutschland/

 

 

 

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